Auswahlhilfe · Stand 30. August 2026

Bestes Lead-Portal für Sanierer:
die 7 Kriterien, die zählen

Kurzfassung

Welcher Lead-Anbieter zu einem Sanierungsbetrieb passt, lässt sich an sieben nachprüfbaren Punkten festmachen: Exklusivität der Vermittlung, Preismodell, laufende Grundgebühr, Vertragsbindung, Reklamationsrecht, regionale Steuerung und Prüfung der Anfragen. Diese Seite erklärt jedes Kriterium, nennt die Frage, mit der Sie es beim Anbieter selbst verifizieren, und legt die Konditionen von Baulisten mit Fundstelle in den eigenen AGB offen.

Wir betreiben mit Baulisten selbst eine Lead-Plattform für Schadenssanierung. Diese Seite bewertet deshalb keine Wettbewerber, sie stellt Kriterien bereit und beantwortet sie für das eigene Angebot. Bei jedem anderen Anbieter gilt: Fragen Sie die sieben Punkte schriftlich ab und vergleichen Sie die Antworten.

Die sieben Kriterien im Einzelnen

Jedes Kriterium beschreibt eine Eigenschaft, die sich objektiv nachprüfen lässt. Weiche Versprechen wie „hohe Lead-Qualität" bleiben bewusst außen vor, weil sie sich nicht vergleichen lassen.

1

Geht die Anfrage exklusiv an einen Betrieb oder an mehrere?

Die Exklusivität entscheidet, ob Sie um einen Auftrag verhandeln oder gegen drei bis zehn Mitbewerber um denselben Auftrag bieten.

Verkauft ein Anbieter dieselbe Anfrage mehrfach, sinkt Ihre Abschlussquote und der Preis wird zum Hauptargument. Bei exklusiver Vermittlung bezahlen Sie in der Regel mehr je Anfrage, führen das Gespräch aber ohne Parallelangebote. Beide Modelle sind zulässig und beide haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, dass der Anbieter die Zahl schriftlich benennt.

Das fragen Sie den Anbieter

Lassen Sie sich die maximale Zahl der Betriebe je Anfrage schriftlich bestätigen und fragen Sie, ob es Ausnahmen gibt, etwa bei Nichtreaktion.

So regelt es Baulisten

Jeder Lead wird exklusiv an einen Partner vermittelt, eine parallele Vermittlung derselben Anfrage findet nicht statt (AGB § 8 Absatz 2). Reagiert der Partner sieben Tage nicht, kann der Lead an einen anderen Partner weitergegeben werden (AGB § 9 Absatz 5).

2

Wie setzt sich der Preis zusammen und ist er vorab bekannt?

Ein nachvollziehbares Preismodell nennt die Berechnung vor dem Kauf. Paketpreise auf Anfrage machen den Vergleich unmöglich.

Die üblichen Modelle sind Pay-per-Lead, Abo oder Mitgliedschaft, Provision am Auftragswert und Lead-Pakete. Für die Kalkulation zählt, ob Sie den Preis einer konkreten Anfrage kennen, bevor Sie zusagen. Fixkosten laufen unabhängig davon weiter, ob in Ihrer Region gerade Anfragen entstehen.

Das fragen Sie den Anbieter

Fragen Sie nach der vollständigen Preisliste inklusive aller Zuschläge und danach, ob neben dem Lead-Preis Grund-, Einrichtungs- oder Kündigungsgebühren anfallen.

So regelt es Baulisten

Der Preis folgt der Formel Basispreis × Regionsfaktor × Dringlichkeitsfaktor. Basispreise: Schimmel 40 Euro, Wasserschaden 60 Euro, Brandschaden 100 Euro. Der Regionsfaktor liegt zwischen 1,0 und 1,3, der Dringlichkeitsfaktor zwischen 0,9 und 1,2 (AGB § 9 Absätze 1 und 2). Daraus ergibt sich eine Spanne von 36 bis 156 Euro netto. Eine Grundgebühr sieht die Preisliste nicht vor.

3

Wie lange bindet der Vertrag und wie kommen Sie wieder heraus?

Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung bestimmen, wie teuer ein Fehlgriff wird.

Eine Jahreslaufzeit mit automatischer Verlängerung ist im Markt verbreitet und für sich genommen unproblematisch. Sie sollten nur wissen, worauf Sie sich einlassen, bevor Sie unterschreiben. Prüfen Sie außerdem, ob Sie den Lead-Bezug vorübergehend anhalten können, wenn Ihre Auftragsbücher voll sind.

Das fragen Sie den Anbieter

Suchen Sie in den AGB nach Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Verlängerungsklausel und einer Möglichkeit zum Pausieren.

So regelt es Baulisten

Es gibt keine Mindestlaufzeit. Beide Seiten können jederzeit ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung kündigen (AGB § 12 Absatz 2). Der Account lässt sich für bis zu 30 Tage pausieren (AGB § 12 Absatz 1). Bereits vermittelte, noch offene Leads bleiben zahlungspflichtig (AGB § 12 Absatz 3).

4

Was passiert, wenn eine Anfrage unbrauchbar ist?

Ein Reklamationsrecht ist nur so viel wert wie seine Frist, seine anerkannten Gründe und die geforderten Nachweise.

Jeder Anbieter liefert gelegentlich Anfragen mit falscher Telefonnummer oder erfundenen Angaben. Interessant ist, welche Gründe anerkannt werden, wie lange Sie Zeit haben und was Sie belegen müssen. Fast überall gilt: Ein Interessent, der sich schlicht anders entscheidet, begründet keine Erstattung. Wer das vorher weiß, kalkuliert realistischer.

Das fragen Sie den Anbieter

Lassen Sie sich die Liste der anerkannten und der ausgeschlossenen Gründe zeigen, dazu Frist, Nachweispflicht und die Form des Ausgleichs, also Gutschrift oder Rückzahlung.

So regelt es Baulisten

Die Frist beträgt derzeit zwei Werktage nach Freischaltung. Ab 9. September 2026 gilt nach Fassung 1.4 einheitlich 48 Stunden. Anerkannt sind: Telefon nach mindestens drei dokumentierten Versuchen nicht erreichbar, E-Mail-Hard-Bounce, offensichtlicher Spam oder Fake. Ausdrücklich nicht anerkannt sind unter anderem Auftragsvergabe an einen Mitbewerber, fehlendes Budget, ausbleibende Rückmeldung bei korrekten Kontaktdaten und zu geringer Auftragswert (AGB § 11 Absätze 1 bis 3). Bei berechtigter Reklamation gibt es eine Gutschrift oder eine Rückerstattung (AGB § 11 Absatz 7).

5

Können Sie Ihr Einzugsgebiet selbst festlegen?

Anfahrtszeit frisst Marge. Wer sein Gebiet nicht steuern kann, bezahlt für Anfragen außerhalb des wirtschaftlichen Radius.

Sinnvoll ist eine Steuerung auf Ebene von Postleitzahlen oder PLZ-Bereichen, die Sie jederzeit selbst ändern können. Achten Sie zusätzlich darauf, ob mehrere Niederlassungen getrennt geführt werden und wie die Zuteilung erfolgt, wenn mehrere Betriebe dasselbe Gebiet abdecken.

Das fragen Sie den Anbieter

Fragen Sie, auf welcher Granularität das Gebiet definiert wird, ob Sie es selbst ändern können und nach welcher Regel bei Überschneidung zugeteilt wird.

So regelt es Baulisten

Das Gebiet wird über PLZ-Gebiete definiert, sowohl als vollständige Postleitzahl als auch als zweistelliger Präfix. Die Zuteilung erfolgt nach regionaler Zuständigkeit, Verfügbarkeit und einem Rotationsprinzip (AGB § 8 Absatz 1). Jede Niederlassung registriert sich separat (AGB § 7 Absatz 4).

6

Wie werden die Anfragen vor der Vermittlung geprüft?

Automatische Prüfungen filtern Bots, Wegwerfadressen und Doppelanfragen. Eine Bedarfsprüfung ersetzen sie nicht.

Technische Filter sind messbar und überprüfbar, deshalb gehören sie in den Vergleich. Sie sagen nichts darüber aus, ob ein Interessent ein Budget hat oder wirklich beauftragen will. Ein Anbieter, der eine hohe Qualität allgemein behauptet und die konkreten Prüfschritte nicht nennt, hat den Punkt nicht beantwortet.

Das fragen Sie den Anbieter

Fragen Sie nach den konkreten Prüfschritten und danach, ob Doppelanfragen erkannt und ob Anfragen vor der Vermittlung bestätigt werden.

So regelt es Baulisten

Vor der Vermittlung laufen: Honeypot gegen Bots, Sperrliste für Wegwerf-Adressen, Formatprüfung von E-Mail und Postleitzahl, Bewertung sehr kurzer Beschreibungen, ein Spam-Score sowie eine Duplikatprüfung über 30 Tage auf E-Mail oder Telefonnummer in Verbindung mit PLZ und Schadensart. Zusätzlich greift ein Limit von drei Anfragen je Stunde und IP-Adresse. Anfragende erhalten einen Bestätigungslink per E-Mail.

7

Prüft der Anbieter die Betriebe, an die er vermittelt?

Wirbt eine Plattform mit geprüften Betrieben, sollte sie sagen, was genau geprüft wird.

Zwischen einer Sichtprüfung der Gewerbeanmeldung und einer echten Bonitäts-, Versicherungs- und Qualifikationsprüfung liegen Welten. Für Sie als Betrieb hat das zwei Seiten: Eine strenge Prüfung hält Mitbewerber ohne Nachweise draußen, kostet Sie aber Aufwand beim Onboarding. Fragen Sie in beide Richtungen.

Das fragen Sie den Anbieter

Fragen Sie, welche Nachweise beim Onboarding tatsächlich verlangt und geprüft werden und was bei Beschwerden über einen Partnerbetrieb passiert.

So regelt es Baulisten

Hier ist die Antwort unbequem und steht so in den eigenen Bedingungen: Baulisten prüft Partner nicht auf fachliche Qualifikation, Zertifizierungen, Versicherungen oder Bonität. Die Auswahl erfolgt nach verfügbaren Kapazitäten und regionaler Zuordnung (AGB § 6 Absatz 3). Wer eine kuratierte Partnerliste sucht, findet sie an dieser Stelle nicht.

Die fünf Abrechnungsmodelle im Markt

Vor dem Vergleich einzelner Anbieter hilft die Einordnung des Modells. Die Übersicht nennt keine Namen, weil dieselbe Plattform je nach Gewerk unterschiedlich abrechnen kann.

ModellAbrechnungWettbewerb je AnfrageWo das Risiko liegt
Exklusive VermittlungPreis je Anfrage, meist höher als bei MehrfachverkaufKein weiterer Betrieb erhält dieselbe AnfrageVolumen hängt vollständig von der Nachfrage in der Region ab
MehrfachvermittlungNiedrigerer Preis je Anfrage, dafür mehrere Käufer je AnfrageDrei bis zehn Betriebe bearbeiten dieselbe AnfrageAbschlussquote sinkt, Reaktionsgeschwindigkeit wird zum Faktor
Abo oder MitgliedschaftMonatlicher Fixbetrag, teils zusätzlich KontaktgebührenJe nach Plattform exklusiv oder mehrfachFixkosten laufen auch in auftragsschwachen Monaten weiter
Provision am AuftragswertAnteil am abgerechneten AuftragMeist vermittelte EinzelaufträgeKosten steigen mit dem Auftragsvolumen, Nachweispflichten nötig
Verzeichnis oder ProfilJahresgebühr für Eintrag oder PremiumplatzierungPassiv, Interessent wählt selbst ausKein vorqualifizierter Bedarf, Erfolg schwer zurechenbar

Strukturelle Beschreibung der im deutschen Markt üblichen Abrechnungsformen. Welches Modell ein konkreter Anbieter verwendet, steht in dessen Preisliste und AGB.

Lohnen sich gekaufte Leads? Die Rechnung dazu

Die Frage lässt sich mit zwei Zahlen beantworten, die jeder Betrieb aus den eigenen Büchern kennt: dem Deckungsbeitrag je Auftrag und der Quote, mit der aus Anfragen Aufträge werden. Branchendurchschnitte helfen dabei nicht weiter, weil Ihre Quote von Ihrer Erreichbarkeit, Ihrer Angebotsgeschwindigkeit und Ihrem Preisniveau abhängt.

Formel

Akquisekosten je Auftrag = Lead-Preis ÷ Abschlussquote

Der Einkauf trägt sich, solange die Akquisekosten je Auftrag deutlich unter Ihrem Deckungsbeitrag je Auftrag liegen. „Deutlich" heißt: mit Puffer für Angebotsaufwand, Anfahrt und Zahlungsausfälle.

Rechenbeispiel mit selbst gewählten Annahmen

Ein Wasserschaden-Lead in einer Tier-1-Stadt mit der Dringlichkeit „diese Woche" kostet 60 Euro mal 1,3 mal 1,0, also 78 Euro netto.

Angenommen, aus vier gekauften Anfragen entsteht ein Auftrag. Das ergibt eine Quote von 25 Prozent und 312 Euro Akquisekosten je Auftrag.

Bei einem Deckungsbeitrag von 1.500 Euro je Sanierungsauftrag binden diese 312 Euro rund 21 Prozent des Deckungsbeitrags. Bei einem Deckungsbeitrag von 600 Euro sind es 52 Prozent, und die Rechnung wird eng.

Die Quote von 25 Prozent und die Deckungsbeiträge sind frei gewählte Rechengrößen zur Veranschaulichung der Formel. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.

Zwei Punkte verändern das Ergebnis stärker als der Lead-Preis selbst. Erstens die Exklusivität: Bei Mehrfachvermittlung sinkt die Quote, weil mehrere Betriebe dieselbe Anfrage bearbeiten, und der niedrigere Stückpreis kann das aufwiegen oder eben nicht. Zweitens laufende Fixkosten: Ein Monatsbeitrag verteilt sich auf die tatsächlich gewonnenen Aufträge und schlägt in auftragsschwachen Monaten voll durch. Beides gehört in dieselbe Rechnung.

Die Konditionen von Baulisten mit Fundstelle

Damit die sieben Kriterien für das eigene Angebot überprüfbar bleiben, steht hinter jeder Angabe die Stelle in den AGB oder im Preismodell. Geltende Fassung ist Version 1.3 vom 8. Mai 2026, Fassung 1.4 gilt ab 9. September 2026.

KriteriumRegelung bei BaulistenFundstelle
VermittlungsmodellExklusiv an genau einen Partner, keine parallele Vermittlung derselben AnfrageAGB § 8 (2)
ZuteilungNach regionaler Zuständigkeit (PLZ-Gebiet), Verfügbarkeit und RotationsprinzipAGB § 8 (1)
PreismodellPay-per-Lead nach fester Formel, keine Grundgebühr, keine EinrichtungsgebührAGB § 9 (1), (2)
Preisspanne netto36 Euro bis 156 Euro, je nach Schadensart, Region und DringlichkeitAGB § 9 (1), (2), berechnet nach der dort genannten Formel
MindestabnahmeKeine. Zugleich besteht kein Anspruch auf eine Mindestanzahl an LeadsAGB § 8 (3)
VertragsbindungKeine Mindestlaufzeit. Beide Seiten können jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigenAGB § 12 (2)
PausierenBis zu 30 Tage am Stück, in dieser Zeit keine VermittlungAGB § 12 (1)
Kontaktdaten-FreigabeTeaser vorab mit Schadensart, PLZ, Dringlichkeit und Preis. Freitext und vollständige Kontaktdaten nach Zahlung sowie E-Mail-Bestätigung oder dokumentierter AusnahmeAGB § 9 (4)
Reaktionszeit7 Tage. Danach kann der Lead an einen anderen Partner weitergegeben werdenAGB § 9 (5)
Zahlungsziel7 Tage nach Vermittlung, Zahlung über StripeAGB § 9 (4), (5)
ReklamationsfristBis 8. September 2026 zwei Werktage, ab 9. September 2026 einheitlich 48 Stunden nach FreischaltungAGB § 11 (1), Fassung 1.3 und angekündigte Fassung 1.4
Anerkannte ReklamationsgründeTelefon nach drei dokumentierten Versuchen nicht erreichbar, E-Mail-Hard-Bounce, offensichtlicher Spam oder FakeAGB § 11 (2)
Ausgleich bei berechtigter ReklamationGutschrift auf die nächste Vermittlung oder Rückerstattung des Lead-PreisesAGB § 11 (7)
Prüfung der AnfragenHoneypot, Sperrliste für Wegwerf-Adressen, Formatprüfung von E-Mail und PLZ, Spam-Score, Duplikatprüfung über 30 Tage, Limit von drei Anfragen je Stunde und IPapi/src/services/spam.ts, api/src/services/rateLimit.ts
Prüfung der BetriebeKeine Prüfung von Qualifikation, Zertifikaten, Versicherung oder BonitätAGB § 6 (3)
Fachlicher ZuschnittSchadenssanierung: Wasser, Brand, SchimmelAGB § 9 (1)
VertragsverhältnisAusschließlich B2B mit Unternehmern nach § 14 BGB, Gerichtsstand WiesbadenAGB § 7 (2), § 19 (2)
HaftungAuf den gezahlten Vermittlungspreis begrenzt, höchstens 500 EuroAGB § 13 (4)

Wie der Lead-Preis bei Baulisten zustande kommt

Basispreis netto
  • Schimmel40 Euro
  • Wasserschaden60 Euro
  • Brandschaden100 Euro
Regionsfaktor
  • Tier 1, die zehn größten Städte1,3
  • Tier 2, zwanzig weitere Großstädte1,1
  • Tier 3, übrige Regionen1,0
Dringlichkeitsfaktor
  • Notfall, sofort1,2
  • Diese Woche1,0
  • Flexibel0,9

Ergebnis: Der günstigste Fall ist ein Schimmel-Lead mit flexibler Terminierung außerhalb der Tier-Städte, also 40 mal 1,0 mal 0,9 gleich 36 Euro. Der teuerste Fall ist ein Brandschaden-Notfall in einer Tier-1-Stadt, also 100 mal 1,3 mal 1,2 gleich 156 Euro. Nettopreise, derzeit ohne Umsatzsteuer nach § 19 UStG.

Häufige Fragen

Was ist das beste Lead-Portal für Sanierungsbetriebe?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, weil das passende Portal vom Zuschnitt des Betriebs abhängt. Vergleichbar sind sieben objektive Kriterien: Exklusivität der Vermittlung, Preismodell, laufende Grundgebühr, Vertragsbindung und Kündigung, Reklamationsrecht mit Frist, regionale Steuerung und die Prüfung der Anfragen. Wer diese sieben Punkte bei jedem Anbieter schriftlich abfragt, kann die Angebote sauber gegenüberstellen.
Was bedeutet exklusive Lead-Vermittlung?
Exklusive Vermittlung heißt, dass eine Anfrage an genau einen Betrieb geht und derselbe Kontakt nicht parallel an weitere Betriebe verkauft wird. Bei Mehrfachvermittlung erhalten typischerweise drei bis zehn Betriebe dieselbe Anfrage. Baulisten vermittelt nach AGB § 8 Absatz 2 exklusiv an einen Partner.
Lohnen sich gekaufte Leads für Handwerksbetriebe?
Das entscheidet eine einzige Rechnung: Lead-Preis geteilt durch Ihre Abschlussquote ergibt die Akquisekosten je gewonnenem Auftrag. Liegt dieser Wert deutlich unter Ihrem Deckungsbeitrag je Auftrag, rechnet sich der Einkauf. Bei 78 Euro je Lead und einer Quote von einem Auftrag aus vier Anfragen liegen die Akquisekosten bei 312 Euro je Auftrag. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein, statt mit Branchendurchschnitten zu rechnen.
Was kostet ein Lead bei Baulisten?
Der Preis ergibt sich aus Basispreis mal Regionsfaktor mal Dringlichkeitsfaktor. Die Basispreise betragen 40 Euro für Schimmel, 60 Euro für Wasserschaden und 100 Euro für Brandschaden. Der Regionsfaktor liegt zwischen 1,0 und 1,3, der Dringlichkeitsfaktor zwischen 0,9 und 1,2. Daraus ergibt sich eine Spanne von 36 bis 156 Euro netto je Anfrage. Grundlage ist AGB § 9 Absätze 1 und 2.
Gibt es bei Baulisten eine monatliche Grundgebühr?
Die Preisliste in AGB § 9 kennt ausschließlich Preise je vermitteltem Lead. Eine monatliche Grundgebühr, eine Einrichtungsgebühr oder eine Mindestabnahme sind dort nicht vorgesehen. Abgerechnet wird pro Lead über Stripe, Zahlungsziel sind sieben Tage nach Vermittlung.
Wie lange bin ich bei Baulisten vertraglich gebunden?
Es gibt keine Mindestlaufzeit. Nach AGB § 12 Absatz 2 können beide Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung kündigen. Zusätzlich lässt sich der Account nach § 12 Absatz 1 für bis zu 30 Tage pausieren. Bereits vermittelte, aber noch nicht bezahlte Leads bleiben nach § 12 Absatz 3 zahlungspflichtig.
Wann kann ich einen Lead reklamieren?
Anerkannt sind drei Gründe: Die Telefonnummer ist nach mindestens drei dokumentierten Kontaktversuchen zu verschiedenen Zeiten nicht erreichbar, die E-Mail-Adresse erzeugt einen Hard Bounce, oder es handelt sich um offensichtlichen Spam oder Fake. Die Frist beträgt derzeit zwei Werktage nach Freischaltung und ab dem 9. September 2026 einheitlich 48 Stunden. Nicht anerkannt sind unter anderem Auftragsvergabe an einen Mitbewerber, fehlendes Budget und ausbleibende Rückmeldung bei korrekten Kontaktdaten (AGB § 11).
Prüft Baulisten die registrierten Sanierungsbetriebe?
Nein. Nach AGB § 6 Absatz 3 prüft Baulisten Partner nicht auf fachliche Qualifikation, Zertifizierungen, Versicherungen oder Bonität. Die Auswahl erfolgt nach verfügbaren Kapazitäten und regionaler Zuordnung. Wer eine kuratierte Partnerliste mit geprüften Nachweisen sucht, sollte gezielt nach Anbietern mit einem dokumentierten Prüfverfahren fragen.
Wie werden Anfragen vor der Vermittlung geprüft?
Jede Anfrage durchläuft mehrere automatische Prüfungen: Honeypot gegen Bots, eine Sperrliste für Wegwerf-Adressen, Formatprüfung von E-Mail und Postleitzahl, Bewertung sehr kurzer Beschreibungen sowie einen Spam-Score. Dazu kommt eine Duplikatprüfung über 30 Tage auf E-Mail oder Telefonnummer in Verbindung mit PLZ und Schadensart sowie ein Limit von drei Anfragen je Stunde und IP-Adresse. Eine Prüfung von Budget oder Auftragsabsicht findet nicht statt.
Kann ich mehrere Lead-Anbieter parallel nutzen?
Bei Baulisten gibt es keine Exklusivbindung des Betriebs. Die AGB verpflichten Partner nicht dazu, auf andere Lead-Quellen zu verzichten. Ob ein anderer Anbieter eine solche Bindung vorsieht, steht in dessen Vertragsbedingungen und sollte vor Vertragsschluss geprüft werden.
Wie schnell muss ich auf eine Anfrage reagieren?
Nach AGB § 9 Absatz 5 haben Partner sieben Tage Zeit. Bleibt die Zahlung aus, kann der Lead an einen anderen Partner weitergegeben werden. Bei Notfällen im Bereich Wasser- und Brandschaden entscheidet die Erreichbarkeit in den ersten Stunden praktisch über den Auftrag, unabhängig von der vertraglichen Frist.

Datenstand und Quellen

Alle Angaben zu Baulisten stammen aus den eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen in der Fassung 1.3 vom 8. Mai 2026 sowie dem hinterlegten Preismodell. Fassung 1.4 tritt am 9. September 2026 in Kraft und ist bei der Reklamationsfrist bereits ausgewiesen. Stand der Prüfung: 30. August 2026. Die Beschreibung der Abrechnungsmodelle ist allgemein gehalten und bezieht sich auf kein einzelnes Unternehmen. Preisangaben verstehen sich netto.

Konditionen geprüft? Dann registrieren Sie sich

Die Registrierung als Sanierungsbetrieb ist kostenlos. Sie legen Ihre PLZ-Gebiete und Schadensarten fest und sehen zu jeder Anfrage zuerst einen Teaser mit Preis. Erst nach Ihrer Zusage entstehen Kosten.

Keine Mindestlaufzeit · Keine Grundgebühr · Jederzeit kündbar nach AGB § 12