Was kostet eine Leckortung? Preise, Methoden, Versicherung

250 € bis 1.500 € pro Ortung
Kurz & Knapp

Eine Leckortung kostet je nach Methode zwischen 250 EUR (Wärmebildkamera) und 1500 EUR (Endoskopie + Druckmessung im Altbau). Bei Leitungswasserschaden übernimmt die Wohngebäudeversicherung die Leckortung: auch wenn am Ende kein versicherter Schaden gefunden wird.

Preise nach Schadensumfang

Umfang Preis
Wärmebildkamera (Standard-Wand)
Schnell, zerstörungsfrei, beste Lokalisierung bei oberflächennahen Lecks
250 € bis 500 €
Feuchtigkeitsmessung mit Sonde (CM-Methode)
Punktgenaue Messung in Putz, Estrich, Holz
200 € bis 450 €
Akustische Ortung (Mikrofon)
Bei Druckwasser-Leitungen, hörbares Pfeifen lokalisieren
350 € bis 700 €
Druckmessung mit Stickstoff
Bei verzweigten Leitungssystemen, Großschadensfall
400 € bis 900 €
Endoskopie + kombinierte Methoden (Altbau)
Bei verdeckten Leitungen, dicken Wänden, Mehrfamilienhäusern
800 € bis 1.500 €

Preise sind Richtwerte und können je nach Region und Anbieter abweichen.

Was zahlt welche Versicherung?

Wohngebäudeversicherung

Übernimmt:

Bedingung: Auch wenn keine Leckage gefunden wird (Suchkosten-Klausel im Standard-Tarif)

Hausratversicherung

Übernimmt:

Bedingung: Bei Mietwohnung relevant; Vermieter-Wohngebäudeversicherung primär zuständig

Wann brauche ich eine Leckortung?

Wenn Feuchtigkeit auftritt aber die Quelle nicht sichtbar ist: Putzflecken, modrige Geruchsbildung, kühle Stelle an der Wand. Jede Versicherung verlangt vor Sanierungsbeginn eine professionelle Lokalisierung: damit klar ist, was repariert werden muss.

Methoden im Vergleich

Wärmebildkamera: Standard. Schnell (30-60 Min), zerstörungsfrei, gut bei oberflächennahen Lecks. Schwäche: Versteckte Leitungen tief im Putz oder hinter Dämmung sieht man nicht zuverlässig.

Feuchtigkeitsmessung mit Sonde: punktgenau. Sondiert Material in 5-15 cm Tiefe, gibt Feuchtigkeitswert in Gewichtsprozent. Standard für Estrich- und Mauer-Diagnostik.

Akustische Ortung: bei Druckwasser-Leitungen. Profi-Mikrofon hört das Pfeifen einer leckenden Leitung. Wirkt nur, wenn Druck im System ist.

Druckmessung mit Stickstoff: bei verzweigten Systemen. Leitung wird unter Druck gesetzt, Druckabfall lokalisiert die Leckstelle. Etwas aufwendiger, aber sehr genau.

Endoskopie: minimal invasiv. Kleine Bohrungen in Wand oder Decke, dann Kamera-Endoskop einführen. Gute Bilder, aber hinterlässt kleine Spuren die später verputzt werden müssen.

Ein qualifizierter Sanierer wählt die passende Kombination. Manchmal sind 2-3 Methoden parallel nötig, um die Leckstelle eindeutig zu lokalisieren.

Was zahlt die Versicherung?

Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Leckortung im Rahmen der Suchkosten-Klausel (§83 VVG). Wichtig: auch erfolglose Ortung wird bezahlt, solange ein Wasserschaden nachweisbar ist.

Praxis-Tipp: Wenn Sie einen Wasserschaden vermuten aber unsicher sind, ob die Versicherung greift: erst Versicherung anrufen, dann Leckortung beauftragen. Die Versicherung gibt grünes Licht und bestätigt die Kostenübernahme.

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Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Versicherungsleistungen hängen von Ihrem individuellen Vertrag ab.

Häufige Fragen

Was kostet eine Leckortung?

Eine Leckortung kostet 250-1500 EUR. Wärmebildkamera-Standard (250-500 EUR) ist die häufigste Methode. Komplexe Fälle mit Druckmessung oder Endoskopie kosten 800-1500 EUR. Die Wohngebäudeversicherung zahlt die Ortung auch dann, wenn kein versicherungsrelevanter Schaden gefunden wird (Suchkosten-Klausel).

Welche Methode ist die beste?

Wärmebildkamera ist Standard und reicht in 70 Prozent der Fälle. Bei alten Plattenbau-Wänden oder dicken Mauern: Feuchtigkeitsmessung + akustische Ortung. Bei verzweigten Leitungen oder unbekanntem Leitungsverlauf: Druckmessung mit Stickstoff. Im Altbau mit Bleirohren oder Steigleitungen: Endoskopie. Ein qualifizierter Sanierer wählt die passende Methode.

Wie lange dauert die Ortung?

Standard-Wärmebild: 30-60 Minuten. Feuchtigkeitsmessung mit mehreren Punkten: 1-2 Stunden. Druckmessung im verzweigten System: 2-4 Stunden. Endoskopie im Altbau: 3-6 Stunden. Eine schwierige Ortung kann mehrere Termine erfordern, wenn das Wasser sich erst weit von der Leckstelle zeigt.

Übernimmt die Versicherung auch erfolglose Ortung?

Ja, die Wohngebäudeversicherung übernimmt die Suchkosten unabhängig vom Ergebnis: das ist die Suchkosten-Klausel. Auch wenn der Ortungsbetrieb 1500 EUR berechnet aber keine Leckage findet, zahlt die Versicherung. Voraussetzung: ein Wasserschaden ist nachweisbar (Feuchtigkeit gemessen) und der Ortungsbetrieb ist qualifiziert.

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